Nachhaltigkeit als Prozess – nicht als Ziel
Nachhaltigkeit entsteht durch Entscheidungen, die jeden Tag getroffen werden. Für die WUM Gruppe gehört dieser Gedanke seit vielen Jahren zum Selbstverständnis. Mit der Rezertifizierung nach ISO 20121 Ende 2024 wurde dieser Weg nun erneut bestätigt – als Teil eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses.
Die internationale Norm ISO 20121 richtet sich an Unternehmen aus der Messe- und Eventbranche und definiert Anforderungen an ein nachhaltiges Managementsystem. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht einzelne Projekte oder kurzfristige Maßnahmen, sondern die Frage, wie Nachhaltigkeit langfristig und strukturell im Unternehmen verankert wird.
Für Denis Beutler, geschäftsführender Gesellschafter der WUM Gruppe, ist Nachhaltigkeit deshalb keine Reaktion auf aktuelle Entwicklungen, sondern ein grundlegender Bestandteil unternehmerischen Handelns.
„Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend“, beschreibt er im Gespräch. „Ohne nachhaltiges Wirtschaften hätten wir langfristig weder wirtschaftlich noch als Arbeitgeber eine Zukunft.“
Bereits 2012 war das Unternehmen nach dem Branchenstandard „Sustainable Company“ zertifiziert. Mit steigenden Anforderungen an Transparenz und Nachweise fiel die Entscheidung, den nächsten Schritt zu gehen und die Prozesse nach ISO 20121 zertifizieren zu lassen.
Begleitet wurde dieser Weg durch die SGS als Zertifizierungspartner. Besonders wichtig war dabei der praxisnahe Ansatz: nicht nur Nachhaltigkeit zu bewerten, sondern nachhaltige Prozesse tatsächlich in den Unternehmensalltag zu integrieren.
Genau darin liegt auch die Stärke der ISO 20121.
Die Norm schreibt keine festen Maßnahmen vor, sondern schafft ein System, das kontinuierliche Verbesserung ermöglicht – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.
Romina Specht, Sustainability Officer der WUM Gruppe, begleitet diesen Prozess operativ. Für sie beginnt nachhaltiges Handeln vor allem bei klaren Verantwortlichkeiten und funktionierenden Strukturen.
Dazu gehören unter anderem der Ausbau eines systematischen Maßnahmenmanagements, die Berechnung des Corporate Carbon Footprints für 2024, Stakeholder-Befragungen sowie die Entwicklung eines Lieferantenbewertungssystems unter Nachhaltigkeitskriterien.
Nachhaltigkeit wird dadurch messbarer – und gleichzeitig konkreter im Alltag.
Auch Kunden profitieren zunehmend von dieser Entwicklung. Unternehmen, die selbst unter die CSRD-Berichtspflicht fallen, benötigen verlässliche Kennzahlen und transparente Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Genau hier entstehen neue Anforderungen an Partner und Dienstleister innerhalb der Messe- und Eventbranche.
Gleichzeitig geht der Anspruch der WUM Gruppe über reine Nachweisbarkeit hinaus. Ressourcenschonung, Emissionsreduktion und verantwortungsvolle Prozesse sollen nicht nur dokumentiert, sondern aktiv mitgestaltet werden – gemeinsam mit Kunden, Partnern und Mitarbeitenden.
Denn nachhaltige Entwicklung endet nicht mit einer Zertifizierung.
Sie beginnt dort, wo Unternehmen bereit sind, Prozesse zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen dauerhaft mitzudenken.